Steckbrief

Anschrift: SV Sodingen - Postfach 15 01 14 - 44613 Herne
Geschäftsstelle: Glück-Auf Stadion - Hännes Adamik Str. 1 - 44627 Herne
Gegründet: 14. September 1912 - in der Gaststätte Ropertz
Vereinsfarben: Grün-Weiß
Sportplätze: Glück-Auf Stadion (Rasen) - Hännes Adamik Str. 1 - 44627 Herne
Glück-Auf Stadion Kleinfeld (Kunstrasen)
Am Volkspark (Asche) - Brombergerstraße - 44627 Herne
Spielfarben: grün/weiß und rot/weiß
Homepage: www.SV-Sodingen.de

Geschichte

1912 Am 14. September 1912 hoben 40 entschlossene Jünglinge und Männer in der Gaststätte Ropertz den Sportverein 1912 Sodingen aus der Taufe. Das erste Meisterschaftsspiel in der Vereinsgeschichte trug man gegen den TV Bochum (VfL Bochum) aus. Mit 3:0 ging dieses Spiel in die Vereinschronik ein.
 
1919 Nach dem ersten Weltkrieg faste der SVS erstaunlich schnell wieder Tritt. 1919 spielten 5 Senioren- und 3 Jugendmannschaften für den Verein. Der Sportplatz am Beimberg reichte nicht mehr aus. Hinter der Kokerei der Zeche Mont-Cenis erhielt der Verein einen neuen Platz.
 
1922 63 Siege in Serie fuhr der SV Sodingen im Jahr 1922 ein und wurde Meister der B-Klasse.
 
1923 Da der Platz hinter der Kokerei ebenfalls bald aus allen Nähten platzte. Griff die Zeche Mont-Cenis dem SVS erneut unter die Arme. Sie planierte eine Ackerfläche mit Zementasche und stellte dem SVS das Gelände zur Verfügung. Die Mitglieder errichteten in Eigenarbeit eine Ziegelmauer um ihr neues Domizil, so entstand die berühmte „Glück-Auf-Kampfbahn“ an der Mont-Cenis-Straße.
 
1941 Der SV Sodingen stieg 1941 in die Bezirksklasse auf. Durch die Wirren des Krieges wurde der Spielbetrieb 1942 eingestellt.
 
1947 Gleich in der ersten Meisterschaft nach dem Kriege stürmte der SVS auf Platz eins in der Bezirksklasse und stand in der Aufstiegsrunde. Gegen Ehrenfeld, Riemke, Brambauer und Hörde zog man den kürzeren und verblieb in der Bezirksklasse.
 
1949 2 Jahre nach der ersten Bezirksmeisterschaft wurde der SVS mit drei Punkten Vorsprung vor dem SV Castrop 02 erneut Meister. In den acht Aufstiegspielen blieb die Truppe ungeschlagen und schaffte damit den Sprung in die Landesliga, die damals höchste deutsche Amateurklasse.
 
1950 In der Spielzeit 49/50 belegte der SVS auf Anhieb Platz zwei und marschierte damit in die neugegründete 2. Liga West. Der SV Sodingen war damit im Vertragsspieler-Fußball angekommen.
Die Glück-Auf-Kampfbahn mußte an die Anforderungen der 2. Liga angepasst werden. 5000 ehrenamtliche Arbeitsstunden brachten der Verein und seine Freunde für den Umbau auf, 6000 Kubikmeter Erde wurden bewegt, das Spielfeld auf die Maße 64x105 Meter planiert, sechs Kassenschalter eingerichtet, und das Fassungsvermögen von 10000 auf 16000 Zuschauer erhöht. Eine Kraftanstrengung, die den Verein trotz aller Eigenleistung an die finanziellen Grenzen des überhaupt machbaren stoßen ließen.
 
1952 Nach 2 Jahren in der 2. Liga wurde der SVS 1952 Meister der 2. Liga West und stieg in die Oberliga West auf.

Sodingen in der ersten Garde des deutschen Fußballs

Der Aufstieg stellte den SVS allerdings vor erhebliche Probleme. Um in der höchsten Klasse spielen zu dürfen, mußte ein Rasenplatz her. Unter tatkräftiger Mithilfe der Zeche Mont-Cenis wurde das „Glück-Auf-Stadion“ an der Ringstraße errichtet. 30000 oder mehr Zuschauer waren keine Seltenheit, wenn der Gegner Schalke 04 oder Borussia Dortmund hieß.
 
1955 In der Saison 1954/55 gelang das schier Unmögliche. Ein 2:0 Sieg gegen den MSV sicherte den Sodingern am letzten Spieltag den zweiten Platz hinter Rot-Weiß Essen. Das anschließende Ausscheidungsspiel gegen den SSV Reutlingen gewann der SV Sodingen in Ludwigshafen sicher mit 3:0.

Der SVS steht in der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft

Die Gegner in der Endrunde hießen 1.FC Kaiserslautern, Hamburger SV und Victoria Berlin.
1959 Das letztes Meisterschaftsspiel bei Rot-Weiß Essen konnte zwar mit 3:2 gewonnen werden, aber das reichte nur zu einem „eleganten Abgang“. Platz 15 bedeutete den Abstieg in die zweite Liga West.
 
1960 Wiederaufstieg in die Oberliga West
 
1962 2 Jahre nach dem Wiederaufstieg folgte der 2. Abstieg aus der Elite-Liga des deutschen Fußballs.
 
1963 Am Ende der Saison 1962/63 fehlte ein Punkt um im Vertragsfußball zu bleiben. Mit dem 9. Platz in der 2. Liga West hatte man sich nicht für die neue Regionalliga qualifiziert. Der Weg des SV Sodingen führte in die Verbandsliga.
 
1964 Den Verlust vieler Spieler durch den Fall in den Amatuerfußball konnte man nicht auffangen und der SVS wurde bis in die Landesliga durchgereicht.
 
1968 4 Jahre später stieg Sodingen auch aus der Landesliga ab, am letzten Spieltag verlor man mit 1:4 gegen den Hasper SV
 
1973 Der absolute Tiefpunkt, der SVS schloß die Saison der Bezirksklasse als Vorletzter ab und mußte in einer Entscheidungsrunde um den Klassenerhalt spielen. Im alles entscheidenden Spiel gegen Union Günnigfeld bildeten 1500 Zuschauer im Wanner Horststadion eine prächtige Kulisse. Nach 90 Minuten stand es 1:1 und das Spiel ging in die Verlängerung. In diesen zweimal fünfzehn Minuten verhinderte der SVS den Fall in die Kreisklasse und gewann mit 3:1.
 
1975 Die Glück Auf Kampfbahn an der Mont Cenis Straße wird abgerissen. Der Sportplatz auf dem Zeitgeschichte geschrieben wurde musste der Sodinger Straße weichen. Die Jugend und Zweitvertretung des SVS wurden ihrer Heimat beraubt. Die Stadt versprach den Bau einer neuen 2.Sportanlage für den SVS.
 
1981 Nach 13 langen Jahren in der Bezirksliga gelang in der Saison 1980/81 der Aufstieg in die Landesliga.
 
1983 Am Ende der Saison 82/83 stand man mit den Amateuren von Borussia Dortmund punktgleich an der Spitze. Das notwendige Entscheidungsspiel wurde vor knapp 5000 Zuschauern im Stadion des SV Langendreer ausgetragen und ging mit 2:0 verloren.
 
1985 In einem dramatischen Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem VfB Börnig wurde der Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Knapp 3000 Zuschauer erlebten den Lokalkampf an der Börniger Schadeburg kurz vor Saisonschluß. Und sie erlebten ein tolles, ein offensives Spiel, das gerechterweise 3:3 endete.
 
1998 Nach 14 Jahren in der Verbandsliga stand am Ende der Saison 1997/98 der Abstieg in die Landesliga fest. Jetzt kam beim SVS einiges in Bewegung einige "Förderer der Vereins" bekamen kalte Füsse und diskutierten eine Vereinsauflösung. Der damalige Vorstand nahm das Heft in die Hand und setzte mit den Mitgliedern eine neue Zielsetzung bei einem deutlich reduzierten Finanzplan um.
 
2001 Nach 3 harten Jahren in der Landesliga gelang 2001 wieder der Aufstieg in die Verbandsliga
 
2002 Nach vielen Jahren mit nur einer Seniorenmannschaft wurde 2002 wieder eine 2te Mannschaft zum Spielbetrieb angemeldet
 
2003 Völlig unnötig verspielte die erfahrene Mannschaft unter Trainer Roger Petzke beim 1:5 in TuS Iserlohn den sicher geglaubten Klassenerhalt und stieg in die Landesliga ab.
 
2004 Unter der Leitung von Trainer Jürgen Wellmann gelingt der direkte Wiederaufstieg in die Verbandsliga.
 
2007 Im Jahr 2007 erwischte es den SVS erneut, die 1te Mannschaft steigt wieder in die Landesliga ab. Im gleichen Jahr gelingt der 2ten Mannschaft der verdiente Aufstieg in die Kreisliga B.
 
2008 Der SV Sodingen wächst, es wird eine 3te Seniorenmannschaft wird zum Spielbetrieb angemeldet.
 
2009 Die 2te Mannschaft wird Vizemeister in der Kreisliga B1 und spielt um den Aufstieg in die Kreisliga A. Der SVS verliert jedoch das Entscheidungsspiel gegen Westfalia Herne nach Verlängerung mit 5:3.
 
2010 In ihrer zweiten Saison wird die "Dritte" Mannschaft des SV Sodingen Meister der Kreisliga C2 und steigt in die Kreisliga B auf.
 
2011 Alle Seniorenteams schaffen den Klassenerhalt und können die Saison positiv beenden. Aber 2 Wochen nach Saisonende meldet sich die komplette 2te vom Verein ab und wechselte fast geschlossen zum RSV Holthausen. Da auch zeitgleich auch bei der 3ten eine Abmeldeflut einsetzte stand der SVS hier vor einem Neuaufbau. Die 2.und 3. wurden aus der Kreisliga B zurückgezogen und die neue "Dritte" startete in der Kreisliga C.
 
2012 Der SV Sodingen ist 100 Jahre und kann auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurückblicken. Vom Profifußball ist man weit entfernt, Jugend und 2.Mannschaft sind auch 37 Jahre nach dem Abriss der Glück Auf Kampfbahn noch ohne echte Heimat.
 
2015 Die Jugendabteilung verlegt den Spielbetrieb ins Glück-Auf Stadion, ein Versuch aus dem SV Sodingen wieder einen Verein zu machen.
 
2017 Ohne jemals abgestiegen zu sein feiert die Zweite/Dritte die 3. Meisterschaft in 10 Jahren und steigt erneut in die B-Liga auf.
 

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